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Bundesweite Fachkräfteinitiative Wasserwirtschaft

Vorhabensbeschreibung

Sensibilisierung, Aktivierung und Recruiting-Hilfe für die Unternehmen der Wasserwirtschaft und deren Verbundunternehmen.

Ziel

Schaffung eines attraktiven und modernen Projektmagneten (mobil, lokal einsetzbar, berufsbild-umfassend), das von den Unternehmen der Wasserwirtschaft übernommen werden kann, um für den eigenen Fachkräftenachwuchs mit eigenem vor-Ort-Personal zu werben.

Zu erarbeitende Leitfragen im Projekt sind z.B.:

  • Wie hoch ist der regionale Bedarf an Fachkräften der Wasserwirtschaft?
  • Welche Fachkräfte (MA) müssen altersbedingt in den nächsten Jahren in den Betrieben ersetzt werden?
  • Fallen auch Stellen weg? Wenn ja, wo und in welchem Zeitraum? Wie viele MA betrifft es?
  • Welche Qualifikationen sind jetzt und in fünf Jahren erforderlich?
  • Welche Qualifikation müssen meine neuen Mitarbeiter haben (weniger Fachwissen, mehr Grundverständnis für komplexe Zusammenhänge, ständige Bereitschaft zu fachlicher Weiterbildung, dynamisch)?
  • Wie kann die Kommunikation der Personalverantwortlichen für die (neuen) Berufe sensibilisiert werden? Wie kann man sie up-to-date halten (neue Berufe, neue Inhalte)?
  • Wie kann die Kommunikation zwischen Personalreferenten und Bewerbern verbessert werden?
  • Was gibt der Schulmarkt her? Was gibt der Ausbildungsmarkt her?
  • Wie können Beeinflusser erreicht werden (Eltern, Lehrer, Peer-Groups, Berufsberater)?
  • Was sind alternative Zugangswege (Studienabbrecher, Umschüler aus Branchen, die weniger Wachstum haben)?
  • Wie begeistert man die Neulinge für die Wasserwirtschaft?
  • Wie kann das Image „Wasser“ mit seiner Bedeutung (Systemrelevanz und Umweltbedeutung) noch positiver konotiert werden?
  • Was sind die Joker der Wasserwirtschaft? Nachhaltigkeit, Arbeitsplatzsicherheit, krisenfest, Umweltschutz?

Die Fragen werden in Expertenworkshops und Interviews bearbeitet, ausgewertet und fließen in die Konzeption der „Bundesweiten Fachkräfteinitiative Wasserwirtschaft“ mit ein.

 

 Initiatoren des Projektes „Berufewelten der Wasserwirtschaft“

Am 3. Juni 2019 erhielt die BANG StarterCenter GmbH (Nordrhein-Westfalen) als eines von vier Fachkräftenetzwerken in Deutschland die Auszeichnung „Innovatives Netzwerk 2019“. Mit diesem Preis würdigen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jährlich Netzwerke in ganz Deutschland, die sich erfolgreich um die Sicherung von Fachkräften bemühen und mit ihrer Arbeit Impulse für ganz Deutschland setzten.

Das StarterCenter unterstützt die passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen. In Klassenräumen einer ehemaligen Schule in Delbrück-Ostenland finden Besucherinnen und Besucher 13 Berufewelten mit 160 Berufen an 220 Tagen im Jahr zum Anfassen – von der Fahrradwerkstatt über kaufmännische Berufe bis hin zu IT und Pflege (www.bang-netzwerke.de). Mit der Entwicklung eines mobilen Berufeweltensystems und der bundesweiten Stadiontour gelang es der StarterCenter GmbH ihr Konzept auch im lokalen Bereich flexibel einsetzen zu können. Der BANG StarterCenter ist eine Unternehmensgründung aus der Zeus GmbH (Finanzierung/Projektmanagement) , ebenfalls Sitz in Paderborn.

Die Vulkan Verlag GmbH ist ein traditionsreiches Verlagshaus für technische Fachliteratur in den Bereichen der Ver- und Entsorgungs- sowie Automatisierungstechnik. Durch die jahrzehntelange verlegerische Tätigkeit greift der Verlag auf ein umfassendes Netzwerk in der Branche zurück. Neben der Fachliteratur entwickelt der Verlag ebenfalls Bildungsmedien für Schulen.

 

Bedeutung der Branche

Unsere moderne Gesellschaft ist heute mehr als jemals zuvor von technischen Systemen abhängig. Ohne die Versorgung mit Strom, Wärme oder Wasser oder die Entsorgung unseres Abwassers ist unser Leben kaum vorstellbar und ohne funktionierende Informations- und Kommunikationstechnik kein Bankgeschäft machbar. Nahezu jeder Bereich unseres täglichen Lebens wird durch moderne Technik unterstützt. Alle diese technischen Systeme und Einrichtungen benötigen wiederum bestimmte Basisdienste, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Unsere Kraftfahrzeuge und Heizanlagen brauchen Treib- und Brennstoff, Gebäude eine zuverlässige Energie- und Wasserversorgung und ohne Transportwesen kommen Waren und Dienstleistungen weder zur Fertigung noch zum Absatzmarkt. Diese für unsere Gesellschaft so bedeutsamen Basisdienste werden als Kritische Infrastrukturen bezeichnet. Sie müssen auch in gesellschaftlichen Extrem- oder Notlagen, wie wir sie jetzt aktuell durch die Corona-Pandemie erleben, sicher funktionieren und aufrechterhalten werden.

Zu den Kritischen Infrastrukturen gehört an vorderster Linie auch die Wasserwirtschaft. Der Zusammenbruch der Wasserversorgung oder des Abwassertransportes hätte sofort schwerstwiegende Folgen. Selbst bei einem notwendigen Shutdown der Wirtschaft muss der Betrieb dieser Anlagen gesichert sein. Das Arbeiten und Mitwirken in dieser Branche hat daher existentielle Bedeutung für das Leben und die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Die Anforderungen an die Mitarbeiter haben sich in den letzten Jahren durch den technischen Wandel, z.B. die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung, die komplexer werdenden Systeme und Verfahren, deutlich gewandelt. Eine stetige Weiter- und Fortbildung gehört heute zu den Notwendigkeiten im Berufsleben in der Wasserwirtschaft. Über die letzten beiden Dekaden war der Arbeitsmarkt der Wasserwirtschaft durch eine durchgehende Sparpolitik (z.B. Haushaltssperren, Haushaltssicherung, …) geprägt. Daraus folgert ein hoher Altersdurchschnitt der Mitarbeiter in den Betrieben und drohende oder schon spürbare Engpässe bei der Neubesetzung von Stellen. Mit dem Näherrücken des Renteneintritts der Babyboomer-Jahrgänge wird sich diese Situation noch dramatisch verschlechtern (siehe Seite 5). Es ist jetzt an der Zeit, dagegen zu steuern und den Arbeitsmarkt der Wasserwirtschaft und seine Vorzüge aktiv zu vermarkten und ausreichend neue und motivierte Arbeitskräfte zu akquirieren.

 

Expertenworkshops

In den Expertenworkshops sollen die Bedarfe der Branche ermittelt und die unterschiedlichen Profilanforderungen für Fachkräfte aus Sicht der Teilnehmer definiert werden. Herausgearbeitet werden die Hintergründe, wie es zu einem Fachkräftemangel kommen konnte bzw. weshalb sich dieser in Zukunft noch deutlich verschlimmern wird und wie dem Mangel wirksam entgegengearbeitet werden kann.

Was wurde bereits unternommen und woran scheitern bislang alle Versuche, ausreichend „human resources“ für morgen zu generieren? Grundlage der Arbeit in den Expertenworkshops ist u.a. der zusammengestellte Fragenkatalog (siehe Vorhabensbeschreibung).

 

Vorgesehene Gruppen:

  • Gruppe A: Verbände (RSV, RBV, VDRK, GSTT, DVGW, DWA, BDEW, VKU, FIGAWA)
  • Gruppe B: Wasserversorger (Stadtwerke Düsseldorf, Rheinenergie, Innogy, Ruhrverband, Erftverband, Stadtwerke Paderborn, Stadtwerke Haltern)
  • Gruppe C: Ausführende Unternehmen (Köster, Sanierungstechnik Dommel, Remondis, SBKS, …)
  • Gruppe D: Hersteller (PhoenixContact, ipf, Wilo, ATB Porta Westfalica, Huber, Lanxess, Envirochemie, Mikrodynadir, ...)
  • Gruppe E: Vermittelnde Stellen (Schulen, Agenturen, Jobcenter, Arbeitsvermittler, IHKn (DIHK))

 

Arbeitsstärke und Teilnehmer der Workshops: um die 10 Teilnehmer (inkl. einem Teilnehmer der Projektdurchführer).

Bis Ende Mai stehen die Teilnehmer der Gruppen fest. Abhängig von der aktuellen Corona-Entwicklung ist die Durchführung der Expertenworkshops zu gestalten (Meetings (eher nicht), Video-Konferenz, …). Zwischen Juni und Sept finden die Gruppensitzungen statt. Aufbereitung der Gruppenarbeiten im September. Präsentation der Ergebnisse im Oktober.


 

Eingebundene Partner

  • Unternehmen der Wasser-/Abwasserwirtschaft
    • Remondis SE & Co. KG Lünen - Recycling und Wasserwirtschaft
    • Ruhrverband eV, Essen

 

  • Verbände
    • FIGAWA - Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. Köln
    • RSV – Rohrleitungssanierungsverband e. V. Hamburg

 

  • Technologieunternehmen des Sektors
    • Phoenix Contact GmbH & Co. KG Blomberg; Wilo SE Dortmund; ipf Lüdenscheid

 

  • Messen, Verlage, …
    • Wasser und Abfall (Zeitschrift)
    • wwt Wasserwirtschaft Wassertechnik (Zeitschrift)

 

  • Bildungsunternehmen der Branche
    • BauABC Rostrup (Aus- und Weiterbildungszentrum) (BB)
    • IRO Institut für Rohrleitungsbau Oldenburg (NDS)
    • Wasserwerkerschule Lauingen (BY)

 

 

Direkte Beteiligte und Umsetzer

  • Vulkan-Verlag, Essen (guter Zugang rückkanalfähig zu 3.500 Ing.-büros; 5000 Stadtwerken, Wasserver- und entsorger; 12 Fachverbände, 1000 Installationsbetriebe und 40 Hygiene-institute)
  • BANG Gütersloh e.V. (gemeinn.); BANG StarterCenter, ZEUS GmbH;

 

Zeitplan

  • Q. 2020: 4 Expertenworkshops / 20 Interviews / Präsentation der Ergebnisse
  • Q 2020 1. Recruiting-Veranstaltung (Berufsbilder / Zielgruppe 1-4)
  • Q 2021 2. Recruiting-Veranstaltung (Berufsbilder/ Zielgruppen 5-10)
  • /3.Q 2021: Präsentation komplettes Recruiting-Konzept für die Wasserwirtschaft
  • Q. 2021: Ausbildungsbeginn/ Kurse / Summerschools

               

 

 

Themen/Inhalte

Exemplarisch werden zwei typische Unternehmen der Branche beschrieben:

Beispiel 1: Tiefbauunternehmen

Die Problematik Nachwuchs- bzw. Fachkräfte zu gewinnen, ist speziell für Tiefbauunternehmen seit vielen Jahren eine große Herausforderung. Die in diesem Bereich wesentlichen Fachverbände und auch die Unternehmen selbst haben große Anstrengungen unternommen, um die Situation zu verbessern – mit mäßigem Erfolg. Die Arbeitsbedingungen, zum Teil Montagearbeiten mit tagelangen Reisetätigkeiten oder Arbeiten bei „Wind und Wetter“, entsprechen spontan eher nicht den Vorstellungen von jungen Berufsanfängern. Einige wenige Unternehmen der Branche zeigen jedoch, dass es auch in der heutigen Zeit möglich ist, junge Menschen für den Tiefbau zu begeistern.

Das betrachtete Unternehmen mit Sitz in Herne (NRW) bietet seine Dienstleistungen rund um die Kanalsanierung bundesweit an. Es handelt sich um ein typisches mittelständisches Unternehmen der Branche mit mehr als 80 Mitarbeitern. Die Leistungen rund um die Sanierung von Kanälen umfassen die Beratung und Ausführung von: Renovierungsverfahren, Erneuerungsverfahren, Tiefbauarbeiten, Reparaturverfahren, Schachtsanierung, Kanalsanierung, Bauwerkssanierung, Zustands-Erfassung. Das junge Geschäftsführerduo hat bereits früh andere Wege der Mitarbeitergewinnung beschritten, hat die Ausbildungsberechtigung seit Anbeginn, findet leider kaum Interessenten für die 8 offenen Stellen. Die Coronakrise hat die Stellenbesetzungsaktivitäten des Unternehmens wie der Schulen auf ein absolutes Minimum heruntergefahren. Die Azubis, die in der Vergangenheit ausgebildet wurden, haben allesamt bestanden.

Beispiel 2: Wasserversorgungsunternehmen

Betriebe der öffentlichen Daseinsvorsorge, wie z.B. Wasserversorgungsbetriebe, agieren am Arbeitsmarkt eher mit Zurückhaltung. Jeder Bürger hat zwar täglich Kontakt mit dem Produkt des Unternehmens, dem Wasser, doch welcher Bürger macht sich darüber Gedanken, welche komplexe Infrastruktur notwendig ist, um wie selbstverständlich Millionen von Litern Wasser für eine Stadt bereitzustellen – und das mit dem hohen hygienischen Standard, den wir in Deutschland haben und der weltweit einzigartig ist. Nicht ohne Grund sprechen wir vom „Lebensmittel Nr. 1“. Beständigkeit und Nachhaltigkeit zeichnen diese Unternehmen aus; das Charisma jung, dynamisch und sexy zu sein, haftet ihnen eher nicht an. Der exemplarische Betrieb der 200.000 EW Stadt hat 20 MA, davon sind 14 mit der Betreuung, Wartung der 5 Brunnen und der Anlagen betraut.

Das Augenmerk liegt in den jetzigen Engpässen und Problemen, die die Branchen bewegt. Hier wird angesetzt und ein gut skalierbares Modell gefahren **

Ausbildung/Umschulung                                                          ~ Arbeitsplätze bundesweit (ca.-Zahlen)   jährlich neu

 

ein weiteres Augenmerk liegt auf ggf. neu entstehenden Berufen und Zielgruppen. Hierzu werden neue Bildungsansätze mit Experten der Branche, aber auch dem Bundesinstitut für Berufsbildung besprochen und diskutiert.

  • Fortbildung & Weiterbildung > nächster Technologieschritt
    • Steuerungstechnik, Automatisierung
    • neue Werkstoffe
    • Arbeitsorganisation, dezentrale Verantwortungsstrukturen
    • Rohrleitungssanierung
    • GSM-gestütztes Kartographierung
    • Neue

** wird im Rahmen der Experten-Workshops eruiert und weiter detailliert 

 

Steuerkreis (über Phase A und B)

Der Projektsteuerkreis ist in allen Projektphasen ein Kontroll- und Entscheidungsgremium. Es setzt sich aus Vertretern wichtiger Stakeholdern, den verantwortlichen Mitarbeitern der Projektumsetzer, dem Projektleiter und weiteren je nach Projektanforderungen zu bestimmenden Personen zusammen. Als da wären z.Zt.: Geschäftsleitung des Projektträgers, Finanziers der Phase A, ausgewählte Verbände, Bildungsunternehmen der Wasserwirtschaft und Anwender sowie Zielgruppe aus der Wasserwirtschaft selbst (Referenzinput).

Die Aufgaben des Projektsteuerkreises sind:

  • Entscheidung bei (Ziel-) Konflikten
  • Termin- und Aufwandskontrolle
  • Entscheidungen über Terminverschiebungen
  • Hinzuziehen Externer bei etwaigen Fragen

Die Frequenz der Treffen wird sich in der Anfangsphase bei wöchentlichen und später ausgedünnt bei 14-tägigen Treffen bewegen. Wie ist der Steuerkreis mit dem Projekt und seinen dort Tätigen verknüpft?

Die PL (siehe nächste Absatz) achtet auf eine Zurverfügungstellung und Nutzung der Kommunikationsplattform für den Projektsteuerkreis, z.Zt. ausgewählte Plattformen (Teams, TeamViewer, etc.) Die Projektleitung nimmt an den Steuerkreistreffen teil und protokolliert die Treffen, stellt dann die Mitschrift / Mitschnitte dem Steuerkreis zur Verfügung.

 

Die Projektleitung (PL) plant und überwacht im Rahmen der vorgegebenen Zielsetzung das ihm übertragene Projekt nach Aufwand, Terminen, Kosten und Qualität. Die PL ist neben der Projekt-organisation u. a. für die folgenden Aufgaben zuständig:

  • Anlage/Aufbau Projektstruktur
  • Durchführung Projektsitzungen
  • Festlegen und Einhalten eines ausreichenden und rechtzeitigen Berichtswesens (der Unternehmensleitung, dem Steuerkreis)
  • Festlegen der erforderlichen Arbeitsschritte, Überwachung der Arbeitsschritte und Meilensteine, Zielerreichungsgrad (Quantität und Qualität)
  • aktive Mitarbeit an Aufgabenstellungen und Problemlösungen in den verschiedenen Projektphasen.


Konzept (Phase A) Juli 2020 – Juni 2021 [Finanzierung: über Großunternehmen, Stiftungen]

Das Augenmerk liegt in den jetzigen Engpässen und Problemen, die die Branchen bewegt. Hier wird angesetzt und ein gut skalierbares Modell gefahren.

Phase A umfasst 12 Monate und ist wiederum in Arbeitspakete unterteilt. Zunächst gilt es, das Projekt detailliert zu konzeptionieren. Dazu zählt unter anderem das komplette Projektmanagement inklusive Projektleitung und Personaleinsatzplanung. Damit einher geht eine detaillierte Finanzplanung, die neben den Personalkosten etwaige Sach- oder Reisekosten beinhaltet, sowie die Festlegung von Meilensteinen und deren zeitliche Planung über den gesamten Projektverlauf. In Phase A wird damit auch die konzeptionelle Grundlage für die Phasen B und C geschaffen.

Ein hervorgehobenes Ziel dieser Projektphase ist die Einbindung der jeweiligen Projektpartner, wobei ein kooperativer Austausch von Informationen und Erfahrungen erwartet bzw. erwünscht wird. Als erster Start der zukünftigen Kooperationen sollen in Expertenworkshops grundsätzliche Fragestellungen bezüglich des Fachkräftebedarfs und entsprechende Profilanforderungen erörtert und die Personalbedarfsmengengerüste konkretisiert werden. Die Zusammensetzung der jeweiligen Arbeitsgruppen wird im Vorfeld festgelegt. Die Ergebnisse der Workshops werden bis September 2020 vorliegen.

Teil von Phase A ist auch der Bau von zwei Demonstratoren. Dabei handelt es sich um zwei mobile Mini-Kläranlagen, deren Funktionsfähigkeit im Rahmen vorheriger Projekte bereits erprobt wurde. Die beiden Demonstratoren können ohne größeren Aufwand transportiert und beispielsweise auf Messen aufgebaut werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Recruiting-Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen mit Hilfe der Demonstratoren durchzuführen und dadurch potenziellen Fachkräften einen greifbaren Eindruck davon vermitteln zu können, welche Tätigkeitsbereiche es in der Wasserwirtschaft gibt.

Demonstrator [Nukleus, an welchem die Schüler, Studenten (weitere Zielgruppen) angeleitet arbeiten und so erstmalig mit der Wasserwirtschaft in Kontakt kommen und von ihr begeistert werden]

Hier geht es um die 0-Serie eines didaktischen Modells eines vereinfachten Abwasserwerkes, welches die Technologien der Unternehmen (siehe Seite 11) beinhaltet und den Schülern hilft das Grundsystem der Wasserreinigung zu verstehen.

 

    

 

Die Teilnehmer können an einer echten Anlagen

arbeiten und so alles erleben.

In dem Demonstrator sind Komponenten von Phoenix

Contact, Wilo, ipf, etc. verbaut.

Wir haben 9 Themenkomplexe berücksichtigt:

  • Projektmanagement, Organisation, Teambuilding
  • Lesen techn. Zeichnungen, Arbeitsvorbereitung, Planung
  • Umweltschutz
  • Metallbau, Fügetechnik, zerspanende Fertigung
  • Elektrotechnik, Sensorik
  • Schaltschrankbau, Steuerungstechnik
  • Methoden der techn. Chemie
  • Statistische Methoden der QS
  • Kaufm. Sichtweise

 

Je nach Zielgruppe und Niveaustufe kann das Projekt bzw. der Demonstrator ein Vorführsystem sein. Acrylkomponenten, illuminiert, messetauglich, …. oder

es wird innerhalb eines 4 tägigen Seminars geplant und zusammengesetzt oder

es Teil eines Ferienprogramms mit Exkursionen von Schülern der Abgangsklassen oder

es dient der Qualifizierung in ausgewählten Modulen (Rohrleitungsbau, Steuerungstechnik, …) für Arbeitssuchende oder

es hat die Zweck Studenten früh an die Wasserwirtschaftsbetriebe (Praktika, Studien- und B.Eng.-Arbeiten, …) heranzuführen und damit diese Betriebe als attraktive Arbeitgeber überhaupt sichtbar zu machen.

 

Aufbau (Phase B)  Okt 2021- Dez 2022   [geplante Finanzierung: Land NRW MAGS z.B. ESF-Fonds]

Phase B des Projekts umfasst 15 Monate. Neben der fortwährenden Überarbeitung und Optimierung des Projektmanagements geht es in dieser Phase insbesondere um die praktische Durchführung, also die konkrete Vermarktung, die Beschaffung des benötigten Materials, sowie den Bau der Demonstratoren.

Für eine angemessene Vermarktung werden qualifizierte Tutoren und fachkundige Anleiter benötigt aber darüber hinaus auch PR- und Fachartikel, sowie ein adäquater Web-Auftritt mit diversen (elektronischen) Hilfestellungen. Für den Bau der Demonstratoren werden entsprechende Materialien, wie zum Beispiel Metall, Kunststoff oder elektronische Steuerungskomponenten benötigt. Ebenso wichtig wie die Materialien sind hochwertige Werkzeuge in ausreichender Menge, damit die Teilnehmer der Veranstaltungen und Summer Schools den fachkundigen Umgang damit erlernen können. Weiteres Material wird weniger für den Bau der Kläranlagen, sondern vielmehr wird für repräsentative Messeauftritte oder sonstige informative Veranstaltungen benötigt.

Die jeweiligen Arbeitspakete in Phase B sind wieder die Grundlage für die nächste Phase, wobei es sich bei Phase C um einen bundesweiten Roll Out handelt. Aus diesem Grund werden in Phase B bereits die Vorarbeiten für Personal-Rekrutierungs-Workshops und Events für Unternehmen aus der Wasserwirtschaft mit Unterstützungsbedarf getroffen.

Üblicherweise sind solche ESF gestützten Projekte anteilsfinanziert. Deshalb kann es sein, dass z.B. die Sachkosten oder Teile davon von den nutznießenden Unternehmen übernommen werden müssen. 

 

Roll Out (Phase C / bundesweit) [Finanzierung durch die Unternehmen der Wasserwirtschaft]

Die dritte und letzte Phase umfasst einen bundesweiten Roll Out ab Anfang des Jahres 2023. Die entsprechenden Ressourcen wurden bereits in den vorausgegangenen Projektphasen erarbeitet. Dabei kann es sich sowohl um personelle als auch um materielle Ressourcen handeln. Das Hauptziel der bundesweiten Umsetzung besteht darin, Unternehmen aber auch Verbänden der Wasserwirtschaft bei den zuvor identifizierten strukturellen Mängeln hinsichtlich Fachkräfte-Rekrutierung und frühzeitiger Stellennachbesetzung zu unterstützen.

Durch dieses Projekt wird über die Projektlaufzeit hinaus eine Möglichkeit geschaffen, ein praktisch erprobtes Modell zur Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Für die Abrechnung wurde ein erstes Kalkulationsschema entworfen. Potenzielle Kunden können neben Workshops zur Personalrekrutierung auch Events wie Messen oder Feriencamps buchen oder einen Demonstrator inklusive sämtlichen Materialien für eigene Messeauftritte käuflich erwerben. Das Konzept der Finanzierung durch die Unternehmen der Wasserwirtschaft über das Ende der Projektfinanzierung hinaus soll es ermöglichen, ein einzigartiges Beratungs- und Unterstützungsangebot nachhaltig anzubieten.

 

Anfrage an die Unternehmen der Wasserwirtschaft:

Wir wollen in Phase A der Initiative Unternehmen und Verbände der Wasserwirtschaft interviewen, um die Bedarfe, Engpässe und vor allem auch um die Probleme bei der Nachwuchsgewinnung herauszuarbeiten. Zentrale Fragen werden sein, weshalb die intensiven Bemühungen der Branche bislang nicht den gewünschten Erfolg hatten und welche Maßnahmen bereits entwickelt wurden, um hieran bestmöglich komplementär anzuschließen.

Ein zentrales Anliegen in Phase A ist es, Mitstreiter zu finden und zu begeistern, die willens und in der Lage sind, in einem Ensemble mit anderen Unternehmen die Initiative zu entwickeln, zu fördern und zu begleiten.

 

Anfrage an die Technologieunternehmen in der Wasserwirtschaft:

Wir wollen in der Phase A Unternehmen identifizieren, die willens und in der Lage sind, sich in einem Ensemble mit anderen Unternehmen. Günstige Einkaufsmöglichkeiten für moderne Ausstattung und die spätere Platzierung als „Produkt“ an dem viele Kohorten junger Menschen gelernt haben macht es für Unternehmen interessant die „Prägemöglichkeit“ zu nutzen und unter dem Radar ein fester Bestandteil der technischen Lösungskompetenz dieser Branche gesehen zu werden. Zusammen mit dem Fachverband werden wir weitere Technologieunternehmen ansprechen.

An Board sind bereits: 

                

 

 

Konkrete nächste Schritte:

Bitte nehmen Sie auch mit uns Kontakt auf, wenn Sie entweder ein Unternehmen der Wasserwirtschaft sind oder ein Technologieunternehmen dieses Metiers

Unternehmen der Wasserwirtschaft

Reiner Fachkräfte- / Qualifizierungsbedarf

→  Vulkan-Verlag

Messen, Verlage, Foren, …

Interesse an den Expertenworkshops und Roll Out in den Regionen

→ Vulkan-Verlag

Technologieunternehmen

Sponsor/Leihgabe von Technologie

→ ZEUS / figawa

 

Wo können Sie solche Interessier-, Lehr- u. Anwerbeprojekte (in anderen Branchenbeispielen) in Betrieb sehen? Gerne jederzeit in Steinhagen und Delbrück, rufen Sie uns an und machen Sie einen Termin aus. Gerne begrüßen wir Sie persönlich.

 

ZEUS GmbH

BANG StarterCenter

Vulkan-Verlag

Markus Kamann

 

Technologiepark 19

33098 Paderborn

0172 / 9441100

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Nicole Glawe-Miersch

 

Osterloher Str. 85

33129 Delbrück

05250/ 708 39 75

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Tatjana Holzenhauer

Nico Hülsdau

 

Friedrich Ebert Str. 55

45127 Essen

0201/ 820 0233

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