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Attraktives Schulungszentrum

Schnupperwerkstatt und Ausbildungsstätte entstehen in ehemaliger Taschenfabrik




Wird für 700.000 Euro saniert: Die Halle der ehemaligen Taschenfabrik Held wird im Erdgeschoss auf 550 Quadratmeter „BANG“ und im ersten Stock auf 350 Quadratmeter „MINT“ unterbringen.

Ein Bildungs- und Ausbildungszentrum für hochqualifizierte Berufe vor allem im Metallbereich soll im September in Verl starten. In einer Kooperation der Stadt Verl mit der Initiative „MINT“ der pro Wirtschaft GT und dem regionalen Ausbildungsnetzwerk „BANG“ ist es das Ziel, junge Menschen bereits in der Schule auf technische Berufe aufmerksam zu machen und sie später sogar hier auszubilden. Standort der beiden Initiativen wird die Halle der Taschenfabrik Held an der Straße Papendiek.

 

„Verl ist eine Stadt, in der viele hochqualifizierte Berufe angeboten werden“, sagt Bürgermeister Paul Hermreck. So sieht es die Stadt auch schon aus eigenem Interesse als ihre Aufgabe an, junge Menschen für diese Berufe zu begeistern. Dies hat sich die Inititiave MINT (steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) auf die Fahnen geschrieben. Im neu entstehenden „MINT-Technikum“ sollen Kinder bereits ab dem Grundschulalter spielerisch Raum zum Forschen und zum Experimentieren gegeben werden.

 

Angeleitet werden die Kinder und Jugendlichen von Ehrenamtlichen wie dem Ingenieur Josef Avenvedde, der sich nach seiner Tätigkeit bei Miele nun als Rentner gerne die Zeit nimmt, Kinder ganz praktisch an eine zunächst vielleicht sehr technisch-abstrakte Materie heranzuführen.




Am Ortsrand: Dieses undatierte Foto (vermutlich Anfang der1 970er Jahre) zeigt die Halle mit den Wohngebäuden der Unternehmerfamilie Held. Heute steht der Komplex inmitten eines Wohngebiets.

Zunächst will das Technikum vor allem außerschulisch am Wochenende und nach der Schule interessierten Kindern und Jugendlichen offen stehen. Aber auch Schulprojekte sowie Unterricht im Offenen Ganztag sei hier möglich, sagt Albrecht Pförtner von pro Wirtschaft GT.

 

Finanziell angeschoben wird das Projekt von der Stadt Verl mit 20.000 Euro und von pro Wirtschaft GT mit 10.000 Euro. Nun soll als nächster Schritt ein Verein gegründet werden, dem Firmen ebenso fördernd beitreten können wie benachbarte Kommunen.
Denn MINT ist ein Angebot für den gesamten Kreis.

 

Das gilt auch für das Ausbildungsnetzwerk BANG. Hier dürfen sich bereits 36 Auszubildende im Bereich Metall auf das neue Trainingszentrum freuen. Mehr als 30 Unternehmen aus Verl und der ganzen Region nutzen das Zentrum. Bis zu 55 junge Menschen können sich hier in den Berufsfeldern Zerspanungs- und Industriemechanik sowie Mechatronik praktisch und theoretisch ausbilden lassen.

 

Rund 1,2Millionen Euro investiert die hinter dem Netzwerk stehende Gesellschaft für Projektierungs-und Dienstleistungsmanagement (gpdm). Zudem werden acht Unternehmen aus der Region die Kosten des Zentrums mittragen, darunter Maschinen- und Anlagebauer, Kunststofftechniker, Metaller und ein Personaldienstleister.

 

Während MINT im ersten Stock auf 350 Quadratmetern seine Forschungsparcous, -werkstätten und -laboratorien aufbaut, stehen BANG im Erdgeschoss 550 Quadratmeter für sein mit neuester Technik ausgestattetes Schulungszentrum zur Verfügung.

 

Nicht zuletzt soll die zentrale Ortslage des neuen Schulungszentrums, nur wenige Gehminuten vom Verler Busbahnhof entfernt, kreisweit zur Attraktivität beitragen. Rund 700.000 Euro investiert die Firma Held in die Sanierung des Objekts.


27.03.2013 Neue Westfälische von Matthias Gans